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In einem Unternehmen mit einer Belegschaft von ca. 200 Mitarbeitern war Sascha R. ins mittlere Management befördert worden, aufgrund seines Einsatzes, seiner Ambitionen und etlicher Erfolge, die er bei der Lösung von Problemen aufzuweisen hatte. Es war seine erste Führungsposition, und er wollte das in ihn gesetzte Vertrauen durch weitere Erfolge bestätigen. Er hatte sich Qualitätsmanagement als sein Flaggschiff gewählt und in beeindruckend kurzer Zeit sowohl eine ISO-Zertifizierung erhalten als auch durch Einführung einer kontinuierlichen Stichprobenkontrolle die Reklamationsrate gesenkt. Es kränkte ihn, dass ihm für diese Verdienste nicht die entsprechende Anerkennung gezollt wurde. Hier ein Gespräch aus dieser Phase:

Mitarbeiterin: Hätten Sie mal einen Augenblick Zeit für mich?
Sascha R.: „Worum geht’s denn?

Mitarbeiterin: Um unser Qualitätsmanagement.
Sascha R.: Ja, nehmen Sie Platz. Da sind wir ja neuerdings bestens durch unsere ISO-Zertifizierung aufgestellt. Sie haben sicher schon gesehen, dass ich das als vertrauensbildende Maßnahme ins Netz gestellt habe.

Mitarbeiterin: Ja schon, aber es kommt doch immer wieder zu Beanstandungen durch Kunden. Die würden mir die Zertifizierung um die Ohren hauen, wenn ich damit käme.
Sascha R.: Na ja, Frau Benn, da sollten Sie auch mit Feingefühl reagieren. Deswegen investiere ich ja auch in die Trainings der Soft Skills. Seit ich hier bin, ist die Reklamationsrate um 7% gesunken. Wenn Sie das auf die nächsten Jahre projizieren, dann sind wir der Rolls Royce in unserer Branche.

Mitarbeiterin: Die sind doch Pleite gegangen, nicht?
Sascha R.: Übernommen worden. Das ist nicht dasselbe. Ist aber auch egal. Was kann ich denn heute für Sie tun?

Mitarbeiterin: Also bei uns wirkt die Qualitätskontrolle immer noch oben drauf gesetzt, nicht integriert.
Sascha R.: Aber wir haben doch durch Einführung der kontinuierlichen Stichprobenkontrolle das Qualitätsmanagement in den Produktionsprozess - um Ihren Ausdruck zu benutzen: integriert.

Mitarbeiterin: Ja freilich, aber letztlich ist es immer noch: Produktion – Kontrolle, Produktion – Kontrolle. Mir schwebt die Aufhebung dieser, fast möchte ich sagen, Gegensätze vor. Ich sehe die Möglichkeit dazu in Industrie 4.0. Darin sollten wir investieren.
Sascha R.: 4.0 ist ja zunächst einmal eine Idee und kein Produkt.

Mitarbeiterin: Aber bei totaler Digitalisierung wird der Gegensatz aufgehoben: Der Produktionsprozess durch intelligente Maschinen ist Qualitätsmanagement.

Was meinen Sie: Wird die Mitarbeiterin weiterhin engagiert für das Unternehmen arbeiten und sich vertrauensvoll mit guten Ideen an ihren Vorgesetzten wenden?

 

Sie wollen wissen, wie es weiter ging und wie Sascha R. seine Kommunikation verbessern kann?

Mehr erfahren Sie im Ratgeber "Die Nachwuchs-Führungskraft - ihre Probleme - ihre Lösungen" ...

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