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Marco M. kommt zum Coaching, nachdem er aufgrund eines körperlichen Zusammenbruchs in einer Klinik psycho-somatisch behandelt wurde. Er hatte vor gut einem Jahr eine Führungsposition übernommen und der zuständige Psychiater rät ihm nun zum Wechsel seiner Arbeitsstelle, da er den Belastungen einer Führungskraft offensichtlich nicht gewachsen sei. Er selbst beschreibt den Zusammenbruch als ein völliges Versagen und daher könne er aktuell die Arbeit auch nicht wieder aufnehmen. Dies steht im Gegensatz zu den Aussagen seiner Geschäftsführung. Sie möchte nicht auf seine Leistungen verzichten und bietet ihm an, seine Situation in einem externen Coaching zu überdenken. Was ist geschehen?

Nachdem er sein Abitur mit der Note 1.3 „hinter sich gebracht“ (Zitat Marco M.) hatte, studierte er Betriebswirtschaft. Er fiel durch hervorragende Leistungen auf und hatte schon vor Abschluss seines Studiums mehrere lukrative und herausfordernde Stellenangebote zur Auswahl. Er entschied sich für das anspruchsvollste Angebot. Nach kurzer Zeit hatte er seinen Aufgabenbereich erfasst und übertraf die Erwartungen seines Arbeitgebers. Die positive Meinung der Geschäftsleitung bezüglich seiner Führungsqualitäten konnte er jedoch nicht teilen, da er immer wieder eigene Fehleinschätzungen und Fehler erkannte. Dank seiner großen Flexibilität konnte er diese gut ausgleichen, ging dabei allerdings oftmals mit seinem Engagement über die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit hinaus. Den Hinweis eines seiner Vorgesetzten, sorgsam mit den eigenen Kräften umzugehen, wertete er als Kritik an seinen Führungsqualitäten.

Nun gönnte sich Marco M. kaum noch Zeit für sich und seine Partnerin. Er brachte viele neue Ideen in den Arbeitsprozess ein, die er in hoher Geschwindigkeit umzusetzen versuchte. Er überprüfte jeden seiner Schritte detailliert, um so noch präziser zu handeln. Auch seine Mitarbeiter mühten sich aufrichtig, seine oftmals sprunghaften Ideen umzusetzen. Er selbst hatte das Gefühl, nicht schnell genug zu sein und ärgerte sich über jeden Fehler seiner Mitarbeiter, die er als persönlichen Angriff verspürte. Schließlich hatte er alle möglichen Unterstützungen für diese auf den Weg gebracht. Er war immer für sie ansprechbar und konnte seine Verärgerung kaum unter Kontrolle halten, wenn dann doch etwas nicht hundert Prozent so lief, wie er es geplant hatte. Da konnte er auch schon einmal laut und ungerecht werden. Mit sich selbst ging er noch unnachgiebiger um. Er steigerte sein Engagement stetig, so dass es keine Ausnahme mehr war, dass er nur drei bis vier Stunden Schlaf bekam. Seine Beziehung zu seiner Lebensgefährtin entwickelte sich auch immer schwieriger, vor allem weil diese „nicht verstehen konnte, dass er nicht zuletzt wegen ihr solche Belastungen auf sich nehme. Er wolle schließlich ihre Ansprüche an ein angenehmes Leben erfüllen“. Die Stimmung in seinem Team veränderte sich immer mehr hin zu einem misstrauischen, unsicheren Umgang miteinander. Seine Mitarbeiter konnten ihn immer schlechter einschätzen. Er wechselte unvermittelt von einem umgänglichen, mitfühlenden Vorgesetzten hin zu einem unberechenbaren Choleriker. Nach eineinhalb Jahren kam es zum Zusammenbruch.

Während unseres ersten Treffens berichtete Marco M., dass ihn seine Lebensgefährtin vor drei Monaten verlassen habe. Dies habe ihn „tief getroffen und er hege eine große innere Wut“ in sich, für die er sich allerdings schäme. Er habe auch noch niemandem davon erzählt.

 

Sie wollen wissen, wie es weiter ging und wie Marco M. seine Probleme lösen konnte?

Mehr erfahren Sie im Ratgeber "Die Nachwuchs-Führungskraft - ihre Probleme - ihre Lösungen" ...

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